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Prof. Jürgen Plate
Labor BS
Evaluierung der Lehre
Rat und Hilfe von Pater Abart
Bücher
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Labor Betriebssysteme und Programmieren
Im Labor BS* werden die Praktika und
Demonstrationen zu den Vorlesungen 'Betriebssystem UNIX/Linux', 'Kommunikationsnetze',
'Algorithmen und Datenstrukturen', 'Programmieren' und 'Internet-Technologie' abgehalten.
*'BS' steht für 'Betriebssysteme', weil anfangs in diesem Labor
nur Praktika zu UNIX und Novell Netware stattfanden.
Formales
Das Labor Betriebssysteme & Programmieren
Das Labor ist auf zwei Räume aufgeteilt, im R-Bau der Raum R BG.009 im Basisgeschoß
und im E-Bau der Raum E 204 im 2. Stock.
Das Programmierlabor im R BG.009
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Das Labor im R-Bau ist mit 24
Sun-Ray Thinclients ausgestattet, die mit drei Linux-Servern ('lc1', 'lc2' und 'lc3') verbunden sind.
Sie dienen als X-Terminals für die Programmier-Praktika. Die Gnome-Oberfläche
unter Linux ermöglicht komfortables Arbeiten.
Die Programmierung (C oder C++) erfolgt mit 'Kdevelop' oder 'Ecipse', zwei professionellen
Schnittstellen, die alles von der Projektverwaltung bis zum quelltextbezogenen
Debugging bietet.
Natürlich haben die Linux-Server auch Verbindung zum Netz der Hochschule und damit zum
Internet. So sind auch Internet-Recherchen möglich - oder man kann mal schnell
eine E-Mail versenden.
Für den Vorlesungs- und Übungsbetrieb (hauptsächlich Programmieren) ist
der Raum mit Whiteboards, Beamer und Overheadprojektor ausgestattet.
Normalerweise ist der Raum ausserhalb der Lehrveranstaltung allen Studierenden der
Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik zur Nutzung offen. Der Zugang
erfolgt mit der Legic-Karte, die jeder Student besitzt und die gleichzeitig auch
als Studentenausweis und für die Mensa und die Bibliothek verwendet wird.
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Daneben betreut das Labor diverse Server, die
natürlich nicht im Labor stehen, sondern in einem eigenen Serverraum mit
Klimatisierung und gesicherter Stromversorgung. Unter anderem sind dies
- der Nameserver für "e-technik.fh-muenchen.de" und "ee.hm.edu", der
sekundäre Nameserver für alle Domains innerhalb von "fh-muenchen.de",
"hm.edu" und "muas.de",
- www.studieren.de, ein Informationsportal,
das sich vor vielen Jahren aus einem Projet des Labors entwickelte,
- www.netzmafia.de, war
ursprünglich als Test-Server konzipiert und füllt sich seit 1995 stetig mit Informationen,
- evaluation.ee.hm.edu, der
Server für das elektronische Evaluatinssystem für die Lehre an der Fakultät,
- donnerwetter.ee.hm.edu,
das Frontend der Wetterstation auf dem Dach des Gebäudes E,
- www.ikit-bayern.de, der
Webserver von IKIT,
- newgeneration.hm.edu, der Webserver
des Arbeitskreises zur Entwicklungskooperation mit Kamerun.
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Autonomes Versuchsfahrzeug - eine Kooperation mit dem Labor Mustererkennung
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Das Entwicklungslabor im E 204
| Es gibt zwar einige Windows-Rechner (manche Software
gibt es halt nur für Windows und da alle Welt MS-Office für einen
Standard hält, bleibt einem das nicht erspart), aber die Menge der anwesenden
Pinguine weist schon auf das hauptsächlich verwendete Betriebssysteme hin.
Natürlich passt auch im R BG.009 der Tux auf die User auf. |
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Forschung/Projekte
Bei angewandter Forschung denkt man zunächst an Kooperation mit der Industrie.
Im Labor BS haben sich jedoch daneben aus den aktuellen Anforderungen heraus Projekte
ergeben, die dem Fachbereich und der Fachhochschule zu gute kamen.
So wurden im Zusammenarbeit mit dem ZaK (Rechenzentrum) der FH Konzepte für
Firewall- und Proxy-Rechner entwickelt und realisiert.
Auch der Betrieb eines fachbereichseigenen Webservers, der datenbankgestützt
arbeitet, oder die Installation des E-Mail-Servers mit Spamfilterung und Virenschutz
gehören zu den internen Projekten. Die Erfahrungen haben sich dann auch in einem
Fachbuch beim Hanser-Verlag niedergeschlagen.
Auch die Hochschuldomain 'hm.edu', die seit 1998 existiert (anfangs als 'fhm.edu'),
verdankt die Hochschule dem Labor BS. Seit 2001 wird übrigens keine 'edu'-Domain
mehr an Hochschulen außerhalb der USA vergeben.
Aber auch die Verfügbarkeit umfangreicher Vorlesungs-Skripten führt zu
interessanten Kooperationen. So werden etliche Texte zu Computernetzen,
Sicherheit, Telefon usw. von verschiedenen Behörden für die interne
Weiterbildung verwendet. Unter anderem entstand so eine CD-ROM der Zentralstelle
für Information und Kommunikation des Bundesgrenzschutzes. Auch andere
Hochschulen verwenden viele Unterlagen, die hier entstanden.
Aus dem Labor sind aber auch einige interessante Projekte mit Aussenwirkung
hervorgegangen, unter anderem
-
Projekt Netzmafia. Im Rahmen der Netzwerk- und Internet-Vorlesungen diente
zunächst der Rechner www.netzmafia.de
als Beispiel- und Demonstrationssystem für die Konfiguration verschiedener
Internet-Dienste - und das auch für externe Schulungen. Dort finden
Sie auch alle Vorlesungsskripte, Hintergrundskripte, Software und weitere
Informationen. Inzwischen kann das System bis über 4.000.000 Zugriffe
pro Monat verzeichnen.
- Webportale des Pflaum-Verlags.
- Handvenen-Identifikation.
- Hardware zum autonomen Versuchsfahrzeug des
Labors MK.
- Für AKAD Die Privat-Hochschulen GmbH, Stuttgart, entstanden bisher fünf
Lehrbriefe zu den Themen Sytemsoftware, Kommunikation/Rechnerverbund und Internet. Weitere
vier Lehrbriefe zum Themenkreis 'Mikrocontroller' entstanden 2012.
- Das Projekt 'Fachbereichsdatenbank'. In dieser Datenbank werden alle
bisher dezentral gehaltenen Daten (Adressen, Webseiten, Fächerbeschreibungen,
Labor-Informationen, Personal-Einsatzplanung, usw.) zusammengeführt. Dazu gehören
auch die Online-Anmeldung zum Praxisseminar und zu verschiedenen Lehrveranstaltungen.
- Elektronische Evaluation: 2004 wurde ein System für die Online-Evaluation
der Lehre entwickelt, das seit 2005 auch von anderen Fakultäten rege genutzt wird.
Näheres unter evaluation.ee.hm.edu.
- Verteiltes System "Kelvin" zur Temperaturüberwachung von Serverrämen etc. Jede Mess-Station
besteht aus einen Mikrocontroller mit Netzanbindung und bis zu acht Temperatursensoren. Das Sytem
basiert auf einem PIC-Microcontrollerboard von Olimex. Für die Visualisierung der Daten wird u. a.
auf GnuPlot zurückgegriffen. Weitere Informationen dazu enthält die
Dokumentation und der komplette
Sourcecode kann ebenfalls heruntergeladen werden.
- Beim Master-Projekt Donnerwetter handelt es sich um
eine verteilte Wetterstation, die über Ethernet miteinander kommuniziert und die gewonnenen Wetterdaten
in eine Datenbank einträgt. Die aktuellen Werte der Außen- und Innentemperatur, Globalstrahlung,
Regenmenge, Luftdruck, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und Windrichtung werden auf einem Display
und dieser Webseite angezeigt.
Die Hardware der Sensorik besteht aus drei Netzwerk-Boards, welche die Wetterdaten über TCP/IP
bereitstellen. Diese Daten werden von einem Linux-betriebenen Atom-PC abgerufen, der sowohl die
MySQL-Datenbank, als auch den Webserver für die Webseite bereitstellt. Im Display steckt ein
weiteres netzwerkfähiges Board, das die Daten seriell an die Schieberegister der Anzeige weitergibt.
Nähere Angaben finden Sie in der Dokumentation zum Projekt.
Das Großdisplay im 2 Stock des E-Baus ist ca. 1 m x 1 m groß
- Als Modell für die dezentrale Steuerung von Hardware über Intranet/Internet entstand 2012
der 'Orcus'-Computer, der in einem der Labor-Schaltschränke im E 204 eingebaut wurde.
Mit 'Orcus' wird sowohl ein transneptunischer Asteroid im Kuipergürtel bezeichnet als auch der
Gott der Unterwelt in der römischen Mythologie. Hier ist mit dem Begriff "Orcus" ein
Mikrocontrollerboard gemeint, das dem Anwender die Steuerung von drei unabhängigen Modulen
über TCP/IP oder einer Webpage ermöglicht. Diese Module sind eine mit Hilfe zweier Servos in
X- und Y-Richtung frei schwenkbare Webcam die auch beliebige Scanpfaden ablaufen kann, ein
einzeiliges LED-Punktmatrix-Display mit ca. 5 cm Zeichenhöhe, sowie acht LED-Spots, die über
logische und zeitliche Verknüpfungen ein- und ausgeschaltet werden können. Weitere Informationen
liefert das Handbuch. Da die Ansteuerung flexibel gehalten wurde,
kann 'Orcus' in mehreren Praktika eingesetzt werden ("Betriebssystem Unix/Linux", "Kommunikationsnetze"
und "Internet Technologie").
- Ein laborinternes Forschungsprojekt widmet sich der jüngeren Geschichte der Datenverarbeitung,
Digitaltechnik und deren elektronischen Randgebieten. In den Jahren 2011 und 2012 entsteht in der
Ausstellungshalle E 011 eine Ausstellung zum Thema 'Geschichte der Datenverarbeitung'.
Dazu gehört auch das Projektpraktikum im Sommersemester 2011, das die Verbindung zwischen historischen
und aktuellen Elementen zum Thema hat. Hier werden moderne Controllerschaltungen verwendet, um
Kaltkatoden-Anzeigeröhren ('Nixie'-Röhren) und andere Anzeigeröhren ('Magische Augen') anzusteuern.
Zur Erzeugung der Anoden- und Heizspannung kommen aktuelle DC-DC-Wandler (Boost- und Buck-Wandler)
zum Einsatz. Näheres finden Sie bei den Hardware-Texten.
- Anfang 2015 wurde das
Projekt Langweilometer auf der Basis eine Raspberry Pi fertig gestellt
(Server NUR innerhalb der Fakultät erreichbar).
Die Idee des "Langweilometers" ist recht schnell erklärt: Per Webinterface kann man den aktuellen
Eindruck der gerade statfindenden Lehrveranstaltung bewerten. Dies geschieht durch Eingabe eines
prozentualen Langweilepegels zwischen (0 = "super spannend und unterhaltsam" und 100 = "Schlaftablette").
Der aktuelle Stand wird auf der Webseite nach der Eingabe zurückgemeldet und auf einer analogen Anzeige
dargestellt. Die Dokumentation findet man unter
/skripten/hardware/RasPi/Projekt-Langweilometer/
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